Warum „Ich habe keine Zeit“ oft ein Kreativitätsproblem ist

Warum „Ich habe keine Zeit“ oft ein Kreativitätsproblem ist

Chronischer Zeitmangel – für Kreativität oder wegen ihres Fehlens?

Wie jeder Mensch auf dieser Welt kann auch ich sagen: Ich habe keine Zeit.

Keine Zeit für Fernsehen.
Keine Zeit für Diskotheken.
Keine Zeit für endlose Abende in Bars.
Ehrlich gesagt: keine Zeit für Belanglosigkeiten.

Mein Leben ist voller Aktivität. Mein Business. Mein Mann. Meine Hunde. Meine Projekte.

Und wenn jemand sagt: „Komm doch mit in die Disco! Du verbringst deine ganze Jugend zu Hause!“ – dann irritiert und erstaunt mich das gleichzeitig.

Denn genau diese Person erklärt mir mit voller Überzeugung, dass sie absolut keine Zeit hat:

– ein Bild zu malen,
– einen Blogartikel zu schreiben,
– ein eigenes Business aufzubauen,
– sich um ihren Körper zu kümmern.

„Ich habe keine Zeit.“ - Interessant, oder?

Ich mache jeden Morgen 40 Minuten Gymnastik. Ich liebe es, mich um meinen Körper zu kümmern.

Und wenn Freundinnen sagen: „Ich gehe lieber zur Kosmetikerin und lasse mir den Botox spritzen, als Gesichtsgymnastik zu machen“ – höre ich wieder denselben Satz: „Dafür habe ich keine Zeit.“

Genauso ist es mit Kreativität.

Viele fragen mich, woher ich die Zeit zum Malen nehme. Die Wahrheit? Ich habe sie auch nicht.

Chronischer Zeitmangel ist heute fast ein Statussymbol.

Aber in Wirklichkeit haben wir alle genug Zeit. Du. Ich. Jeder Mensch.

Was wir haben, sind unzählige Angebote, wie wir diese Zeit füllen können. Und wir entscheiden selbst.

Zeitmangel bedeutet nicht, dass dir Stunden fehlen. Es bedeutet, dass du dich für Konsum statt für Kreation entschieden hast.

Wir leben im Zeitalter des Konsums: Content. Unterhaltung. Produkte. Reize.

Das ist weder gut noch schlecht. Es ist eine Entscheidung.

Manche Menschen erschaffen. Andere konsumieren.

Wenn du ständig konsumierst – Restaurants, Events, Reels, Videos, Partys – bleibt kein Raum, um etwas Eigenes zu erschaffen.

Im Idealfall gibt es Balance. Zwischen Nehmen und Geben. Zwischen Inspiration und eigener Kreativität.

Kreation ist eine andere Energie.

Ein besonderes Essen kochen. Ordnung schaffen. Ein Kissen nähen. Einen Text schreiben. Ein Bild malen. Ein Projekt entwickeln. Das ist schöpferische Energie.

Ich bin überzeugt: Zeitmangel für Kreativität ist die Folge ihres Fehlens im Leben. Sobald du dich dem Erschaffen zuwendest, entsteht plötzlich Zeit.

Natürlich tauchen dann Gegenkräfte auf – alte Gewohnheiten, Zweifel, Umfeld.
Darüber schreibe ich ausführlich im Artikel über gegensteuernde Kräfte.

Gegensteuernde Kräfte - Warum Veränderung Widerstand erzeugt

Aber jetzt geht es um Zeit.

Mach ein Experiment. Nimm dir ein Notizbuch und schreibe eine Woche – besser einen Monat – genau auf, womit du deine Zeit verbringst. Sehr detailiert. Wenn es sein muss, alle 5 Minuten. 

Und dann frage dich ehrlich: Habe ich wirklich keine Zeit? Oder fehlt mir die Disziplin, meine Zeitfresser loszulassen?

Du musst nicht jeden Tag stundenlang auf Instagram scrollen. Du musst nicht täglich fremden Content konsumieren. Du musst nicht überall dabei sein. Du darfst wählen.

Wenn du beginnst, schrittweise Kreativität in dein Leben einzuladen, verändert sich dein Leben.

Das Leben, das du auf Instagram bewunderst, entsteht nicht durch Konsum –
sondern durch Kreation.

Entweder du lebst aus deiner kreativen Essenz – oder du lebst als Konsument.

Wenn du beginnen möchtest, dein Leben in Richtung Schöpfung zu lenken, lade ich dich in meinen Online-Kurs Art Journey ein.

Jede Woche erhältst du neue Impulse und Aufgaben, um deinen Alltag in Kreativität zu verwandeln.

Denn chronischer Zeitmangel ist kein Mangel an Stunden. Es ist eine Frage der Ausrichtung.

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