In den letzten Jahren habe ich mir angewöhnt, morgens auf nüchternen Magen einen Kurkuma-Cocktail zu trinken. Ich habe mich an den Geschmack gewöhnt – und an die Handgriffe, die nötig sind, um ihn zuzubereiten. Ich mache es automatisch.
Heute Morgen stand ich wieder da, rührte meinen Cocktail und hörte dabei meine Meditation. Auch das ist Gewohnheit geworden. Ich nehme es kaum noch bewusst wahr. Wie jeder Mensch starte ich meinen Tag im Autopilot-Modus.
Täglich grüßt das Murmeltier. Tag für Tag dasselbe.
Nur: Dieses „Dasselbe“ ist bei jedem anders.
Mein „Dasselbe“ besteht aus Cocktail, Meditation und Stille. Diese Meditationen pflanzen mir leise, aber beharrlich jeden Tag mehr Vertrauen in mich und meine Kraft ein.
Früher hatte ich ebenfalls mein eigenes „Dasselbe“. Jeden Winter – und meiner begann schon im September – war ich bis April oder Mai jeden Monat mindestens ein bis zwei Wochen krank. Erkältung, Mandelentzündung, Grippe und all das Schnupfige dazwischen.
Ich habe mein „Dasselbe“ verändert. Ich habe Mikro-Korrekturen vorgenommen. Ich bin kreativ an das Thema herangegangen.
Und ja – ich hatte damals wie heute „keine Zeit“. Die hat übrigens niemand. Über den chronischen Zeitmangel sprechen wir an anderer Stelle.
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Heute, während ich meinen Cocktail umrühre, wird mir bewusst: Es ist Mitte Februar – und ich war in dieser Saison noch kein einziges Mal krank. Ich versuche mich zu erinnern, wann ich zuletzt krank war.
Wenn du ständig krank bist, merkst du das. Aber wie merkt man das Ausbleiben einer Krankheit? Erst mit der Zeit erkennst du plötzlich die Veränderung.
Genauso ist es mit Kreativität. Wie merkt man ihr Fehlen? Es zeigt sich viel deutlicher: Routine, Müdigkeit, Zeitmangel. Das Leben fühlt sich unnatürlich an – wie ein Leben in dauernder Krankheit. Und paradoxerweise erscheint genau das irgendwann als normal.
Versuch, etwas zu verändern – und du spürst sofort den Widerstand.
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Aber warum ist es so schwer, etwas zu verändern – selbst wenn wir wissen, dass es uns guttun würde? Die Antwort liegt in den gegensteuernden Kräften, die wir oft unterschätzen.
„Es ist doch gerade eine Epidemie“, sagen die Medien.
„Jetzt ist keine Zeit für Kreativität“, sagt die Umgebung.
Graue Tage, Zahlen, Büro, digitale Dauerbeschallung. Kollegen und Kunden, erschöpft vom Mangel an Zeit und Ressourcen. Und man scrollt durch Instagram und beneidet jene, die vor Gesundheit und Kreativität strotzen.
Woher haben sie das Geld? Die Zeit? Die Kontakte? Wie schaffen sie es, diese Blogger, erfolgreich, glücklich und auch noch kreativ zu sein?
Das Geheimnis ist eigentlich ganz einfach. Auch sie haben ihr „Immer wieder dasselbe“. Nur ist es ein anderes.
Und genau dieses andere „Dasselbe“ führt sie Schritt für Schritt in das Leben, das sie dir über den Bildschirm deines Smartphones zeigen.
Wenn du dein „Immer wieder dasselbe“ verändern willst, brauchst du keinen radikalen Neuanfang. Du brauchst ein neues System. Genau das ist ArtJourney.